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managerSeminare Verlags GmbH
Können, Wollen, Dürfen
Neuerscheinung Medienart: Sonstige Medien
1. Auflage 2011,
Können, Wollen, Dürfen. Das sind die Faktoren, die alle Personen in einem Unternehmen auf sich vereinen müssen. Ist einer der Faktoren nicht voll ausgeprägt, ist die Gesamtleistung nicht so wie sie sein könnte. Können zielt auf Wissen und damit auf Erfahrung und Weiterbildung, Wollen auf Motivation und Dürfen auf Vertrauen. Keine Frage, eine wahrlich komplexe Führungsaufgabe. Objekt von Hand gegossen. Material: Beton. Höhe 9,0 cm, Breite 16,0 cm, Tiefe 4,0 cm.
Preis: 29,90 EUR
Best-Nr.: tb-9154 | Verkaufsrang: 2954Themengebiete: OE-Grundlagen, Seminargestaltung, PE-Grundlagen
Beschreibung "Können, Wollen, Dürfen"
| Symbolische Kunst- und Designobjekte – Motivationshilfen und Impulssender in therapeutischen Prozessen Dr. habil. Elisabeth Lukas, Psychologin Eine psychologische Studie hat sich der Frage gewidmet, wovon der Erfolg einer psychotherapeutischen Behandlung, Beratung, eines Coachings etc. am meisten abhängt: von der Kooperationsbereitschaft des Klienten, vom Geschick des Beraters oder von den angewandten Methoden. Das Ergebnis war eindeutig. Am allermeisten hängt vom Ratsuchenden selber ab. Am wenigsten von den verwendeten therapeutischen Methoden. Und dazwischen rangiert die Persönlichkeit des Therapeuten. Man gelangte zu der Erkenntnis, dass der Gesundungswille bzw. der Wille, einen inadäquaten Lebensstil oder problematische Handlungsmuster konstruktiv zu verändern, entscheidend für ein positives Resultat professioneller Interventionen von »außen« sind. Daraus erklärt sich auch, dass die besten Schulungen von Therapeuten sowie die ausgeklügeltsten »Heilungsstrategien« nicht verhindern können, dass seelisch labile Menschen sich selber und anderen weiterhin das Leben unnötig schwer machen. Das Zauberwort heißt also »Eigenmotivation«. So wie nicht die intelligentesten, sondern die fleißigsten Schüler und Schülerinnen herausragende Schulleistungen erbringen, so schöpfen auch die interes- siertesten Klienten den höchsten Erkenntnisgewinn aus therapeutischen Settings ab mit der Folge, dass ihnen die schwierige Umsetzung im Alltag zunehmend glückt. Fragen wir uns: Was kurbelt ihr Interesse an? Auch dazu gibt es Studien, die besagen, dass es nicht nur der viel zitierte Leidensdruck ist. Es ist im Wesentlichen die Eingliederung der vom Berater offerierten Argumente ins eigene Überzeugungsrepertoire. Therapie, Beratung, Coaching gelingen immer dann, wenn das gemeinsam Erarbeitete vom Beratenen in einer Weise »adoptiert« wird, die es zu einem Stück seiner Identität werden lässt. Die Seele stößt nämlich Fremdes ab. Sie gleicht in dieser Hinsicht dem Organismus, der z. B. bei Transplantationen das eingepflanzte fremde Organ abstoßen möchte, obwohl das fremde Organ ihm »gut täte«. Genauso wehrt sich die Seele gegen noch so wohlmeinende und durchaus passende fremde Ratschläge. In erwachsenen Personen erweckt jedwedes Fremdgeleit Reminiszenzen an infantile Trotzreaktionen. Die Seele will ihr Eigenes entwickeln, glauben und verwirklichen. Ihr Eigenes – hier kommt nun das Kunstwerk als Motivationshilfe ins Spiel. Denn wer ein Kunstwerk erwirbt, der »eignet es sich an«. Es gefällt ihm, er wählt es, er will es haben, es erfreut ihn. Er integriert es in einen ihm vertrauten Raum, und allmählich wird es ihm mitvertraut. Bald ist es nicht mehr fremd, sondern ist Seines geworden. Wenn dieses Kunstwerk gleichzeitig einen weisen Impuls »aussendet«, den sein Besitzer kennt und versteht, gelangt auch dieser in die Sphäre des Vertrauten, »Heimischen«, Zugehörigen hinein. Es ist kein Motto (mehr), das eine andere Person an den Kunstwerksbesitzer heranträgt, sondern ein Motto, das aus »seinem Inneren heraus« hallt, wenn er sein Kunstwerk betrachtet; das er vernimmt wie einen Ruf »von sich selbst an sich selbst«. Heute weiß man, dass die Wirkung jeglicher Eigenweisung gigantisch ist. Der Deprimiert-Verzagte, der sich selbst »Kopf hoch!« zuruft, strafft sich unwillkürlich. Der Ängstlich-Zitternde, der sich selbst mit »Nur Mut!« impft, gewinnt schlagartig an Stärke. Der Wut-Schnaubende, der sich selbst auf »Ruhig Blut!« programmiert, ist seinen Affekten nicht mehr ausgeliefert. Der Dauergrübler, der sich selbst »Stopp!« befiehlt, taucht aus seinen Gedankenkreisen wieder auf. Zwar sind wir vielen Zwängen und Grenzen im Leben unterworfen, aber von uns selbst müssen wir uns nicht alles gefallen lassen. Bei uns selbst dürfen wir ein Wörtchen mitreden ... Das gilt im Positiven wie im Negativen. Parolen wie »Nieder mit dem Feind« können ganze Kriege auslösen. Parolen wie »Halte deine Hände ausgestreckt!« können Frieden schaffen. Was der Mensch sich einsuggeriert, dem folgt er mit überwältigender Häufigkeit. Aus diesen psychologischen Erfahrungen heraus ist der Einsatz von Kunstwerken, die hilfreiche und heilsame Impulse »aussenden«, im gesamttherapeutischen Kontext als außerordentlich fruchtbar zu beurteilen. Denn diese Kunstwerke erhellen nicht nur per se das Gemüt, sondern verhindern mit ihrer optischen Anziehungskraft auch, dass »ihre« (mitt- lerweile vom Besitzer verinnerlichten) inspirierenden Impulse, nicht in Vergessenheit geraten. Die Kunst war eben immer schon – und wird immer sein – ein Medium, das Menschen zu neuen Abenteuern in Richtung einer lebenswerten Zukunft verlockt. Symbolische Kunst- und Designobjekte – Hilfen für Transfer und Nachhaltigkeit in der Personalentwicklung Prof. Dr. Lutz von Rosenstiel Wirschaftspsychologe Das Problem ist bekannt und wird viel diskutiert. Mitarbeiter eines Unternehmens – insbesondere Fach- und Führungskräfte – besuchen eine anregende und gut konzipierte Seminarveranstaltung. Sie lernen Neues kennen, Bekanntes aus veränderter Perspektive zu betrachten, diskutieren einschlägige Probleme, erhalten umfangreiche Skripten oder gar Aktenordner, innerhalb derer das Gelehrte dokumentiert ist, bewerten die Veranstaltung am Ende nach Form und Inhalt äußerst positiv und sprechen lobend darüber mit ihrem Chef, mit Kollegen und Kolleginnen oder Mitarbeitern. Dann aber – zurückgekehrt an den Arbeitsplatz – ändert sich nichts. Ein Transfer – d. h. eine Übertragung des Gelernten in die Praxis des alltäglichen Handelns – findet nicht statt. Es fehlt der Veranstaltung, obwohl sie möglicherweise sogar begeisterte, an Nachhaltigkeit. Selbstverständlich kann ein solcher Misserfolg viele Gründe haben. Ein künftig verändertes Verhalten des Trainierten hängt z. B. nicht allein von seinem guten Willen und seinem Können ab, sondern auch in starkem Maße von der Situation, den äußeren Umständen, wie etwa den informellen Geboten und Verboten oder den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Manch einer will z. B. künftig häufiger und eingehender mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sprechen, aber wenn ihm die Zeit fehlt, wenn er ständig auf Dienstreisen von Ort zu Ort hetzt oder die Mitarbeiter selbst einen Großteil ihrer Arbeit unmittelbar beim Kunden verbringen, so kann die gute Absicht kaum umgesetzt werden. Personalentwicklung ist eben ohne Organisationsentwicklung nicht erfolgreich zu betreiben. Dennoch, es liegt eben auch an der Person. Man nimmt sich in Folge des bei der Veranstaltung Gelernten das eine oder andere vor, ist wirklich besten Willens und glaubt sich auch in der Lage es umzusetzen, doch dann gehen die besten Vorsätze im Wirbel des Alltäglichen unter. Natürlich, man hat Unterlagen bekommen, einen schönen glänzenden, aber doch erschreckend dicken Ordner. Man hat vor in einer ruhigen Minute wieder einmal darin zu lesen. Aber diese ruhige Minute kommt nicht – oder wenn sie kommt – entspannt man lieber bei einer Tasse Kaffe oder einem Glas Bier mit den Kollegen oder versucht schlicht einmal abzuschalten. Darum haben sich manche mit didaktischem Talent einen Erfolg versprechenderen Weg ersonnen: »Memory- Cards«, kleine Kärtchen mit knappen Sprüchen, die die wesentliche Botschaft der Veranstaltung verdichtet wiedergeben, kann man in den Kalender legen, ans Telefon stellen oder – wenn es mehrere sind – einem Mobile gleich an die Lampe hängen. Da liest man etwa nach einem Seminartag über »Führen durch Vorbild«: »Wer führt hat das Ansehen! Denke immer daran, dass Deine Mitarbeiter Dich ansehen und Du im Guten oder Schlechten ein Vorbild für sie wirst!« Geht es um Unternehmertum im Unternehmen, so könnte der entsprechende Kurztext etwa lauten: »Denke daran, dass es leichter ist um Vergebung zu bitten als um Erlaubnis zu fragen!« Das kann durchaus hilfreich sein, doch es hat seine Grenzen. Solche kleinen Kärtchen gehen häufig verloren, verschwinden im Berg ungelesener Papiere und zurückgestellter Aufgaben und landen schließlich versehentlich im Papierkorb. Außerdem sprechen Texte selten die gesamte Persönlichkeit an. Sie richten sich an den Kopf, ohne andere Sinne zu aktivieren. Dies kann durchaus bei kleinen Kunstobjekten anders sein, die eine Botschaft haben, die sprechen, wie das für jene heiteren oder ernsten Gestaltungen gilt, die wir bei invocem finden. Solche Objekte tragen ihre Botschaft nicht offensichtlich zur Schau. Man muss sie deuten, sie interpretieren, man kann sie mit Anderen diskutierten. Es regt an, wenn ein Kollege meint, dass er hier eine ganz andere Botschaft entdeckt und Assoziationen verbalisiert, die in eine andere Richtung weisen. Außerdem sprechen die Objekte mehrere Sinne an; sie erfreuen auf Grund ihrer Ästhetik das Auge, überraschen durch ihren Witz, den Geist, nisten sich durch ein heiteres Wortspiel im Gedächtnis ein und schmeicheln durch ihre Form der Hand, die sie aufnimmt, dreht und wendet. Meist werden es positive Gefühle sein, die durch die Betrachtung der Objekte wachgerufen werden. Man erinnert sich dann gerne an die Lehrinhalte, die damit verbunden sind und – das wissen wir aus der Gedächtnisforschung – Inhalte, die mit positiven Gefühlen verbunden sind, lernen wir leichter, und wir sind eher bereit die Botschaft auch anzugehen und umzusetzen. Aber – vergessen wir dies nicht – die Objekte sind auch Kunst. Sie können um ihrer selbst willen, als zweckfreie Gestaltungen auf dem Schreibtisch, dem PC oder im Bücherregal stehen und uns schlicht erfreuen. Bis dann wieder eine Situation kommt, in der sie uns helfen, eine nützliche Idee aus der Lernsituation zu erinnern. | ||
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